Nessi ist «Ufm Rhy»

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Auf und im Rhein geniessen Schaffhauser:innen den Sommer. Damit alles friedlich bleibt, müssen gewisse Regeln beachtet werden. Mit der Präventionskampagne «Ufm Rhy» sollen Unfälle verhindert, und Spass garantiert werden.

Ob mit Weidling, Gummiboot, Kanu, Stand-up- Paddle, auf dem Kursschiff oder einfach schwimmend, im Sommer ist Schaffhausen auf und im Rhein. Bei so vielen Interessengruppen kann es schnell zu Konflikte oder sogar Unfälle kommen. Mit der 2020 eingeführten Präventionskampagne «Ufm Rhy» sollen solche verhindert werden.

Gerade Gummiböötler:innen begeben sich oft in Gefahr. Sie binden ihre Boote zusammen, was beim Zusammenprall mit einer Wiffe verheerend sein kann. Grundsätzlich geht es bei «Ufm Rhy» darum, dass die Leute über diese Gefahren reden.

Suchaktionen effizienter machen

In Zürich gibt es das Gesetz, dass jede:r sein Gummiböötli gut sichtbar mit Namen und Adresse anschreiben muss. In Schaffhausen haben wir keine solche gesetzliche Vorlage. «Suchaktionen sind oft immer aufwändig», sagt Stefan Casutt Projektleiter von Ufm Rhy. Wenn das gefundene Gummiboot aber angeschrieben ist, kann die Polizei schnell und einfach nachprüfen, ob es den Besitzern gut geht. Falls nicht, haben sie bereits einen ersten Anhaltspunkt, wo und wie sie mit der Sucht beginnen müssen und kann schnell reagieren.

Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir die Leute freiwillig dazu bringen, ihr Boot anzuschreiben. Denn man soll ja auf den Rhein und Spass haben.

Stefan Casutt, Projektleiter «Ufm Rhy»

Und so entstand Nessi. Das süsse kleine Flussmonster, hier, um deinen Sommertag auf dem Rhein zu versüssen. Die Kampagne für den Sommer 2021 besteht aus vielen Einzelteilen, neu auch mit dem Gummiböötlianhänger und Sonnencreme. «Ufm Rhy» soll aufklären, Spass machen aber das Thema trotzdem ernst nehmen.

Unbekannte Anzahl Unfälle

«Wir hatten in den letzten Jahren wohl immer wieder und regelmässig Unfälle mit Gummibooten, welche aber zum Glück alle glimpflich abgelaufen sind», sagt Martin Tanner, Chef Verkehr-/Wasserpolizei. Eine genaue Anzahl Unfälle mit Gummibooten ist in den Statistiken allerdings nicht erfasst. Auch, weil diese oft nicht gemeldet werden: «Zudem gibt es eine unbekannte Anzahl von Ereignissen, bei welchen solchen in Not geratenen Schlauchbootfahrern, von anderen Bootsführern geholfen wird.»

Präventionsvideo #zdoof

Die Präventionskampagne läuft online auf diversen Social Media Kanälen, aber auch offline, dort wo die Gummiböötler:innen sind. «Wir werden an allen Einwässerungsstellen Plakate aufstellen und eine riesen Blache an die Hemishoferbrücke hängen», sagt Casutt. Die Kampagne ist frech, soll aber nicht mit dem Finger auf Leute zeigen.

(Bild: Eclipsestudio)

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