Von der Badewanne zur Bier-Brauerei

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Andre Loos ist der Mann hinter Hope-Kraftbier. In Neuhausen braut er sein eigenes Bier und hat Erfolg damit.

Angefangen hat alles in der Badewanne. Darin braute Andre Loos vor rund 6 Jahren sein erstes Bier. An eine eigene Brauerei, die lokale Bars mit dem selbstgebrauten Bier beliefert, hat er da allerdings noch nicht daran gedacht. Sein Bier fand bei seinen Bekannten und im Freundeskreis schnell Anklang und Andres Hobby überstieg bald die Kapazität der Badewanne. Und so kam es, dass er im Jahr 2017 den Sprung zur Selbständigkeit wagte. Er mietete einen Raum, kaufte erstes professionelles Brauerei-Equipment, reduzierte sein Arbeitspensum und gründete Hope-Kraftbier.

Andre Loos hält sein selbstgebrautes Kraftbier in der Hand.
Andre Loos in seiner Brauerei in Neuhausen am Rheinfall.

Seither beliefert Andre lokale Bars wie die Neustadtbar, Bar No. 13, Kammgarnbeiz, Fass Beiz aber auch die Rhysauna und das Kiwi Kino mit Kraftbier. Die Coronakrise hatte deshalb auch auf ihn grosse Auswirkungen. Seine Verkäufe brachen ein und er musste die Produktion auf ein Minimum herunterfahren. Für 2021 hat Andre bereits grosse Ziele.

Wie eine 1-Mann-Brauerei funktioniert

Die Körner kommen im ersten Schritt in die Malzpresse.
Zuerst wird das Malz gepresst.

Der erste Schritt ist das Pressen vom Malz. Die Körner müssen aufgebrochen werden, damit wenn sie ins Wasser kommen, die Eiweisse gelöst werden.

Hier ist schon der erste Berührungspunkt mit der Natur und das ist auch der Grund, warum mir das Ganze so gefällt. Du hast mit natürlichen Rohstoffen zu tun.

Andre Loos, Hope Kraftbier

Anfangs suchte Andre nach Rezepten in Büchern und versuchte diese nach zu brauen. Anfangs ist das allerdings nicht so einfach, weil auch oft das nötige Equipment fehlt.

In den Rezepten können sich Kraftbier-Brauer verwirklichen, weil immer etwas eigenes dabei ist.

Andre Loos, Hope Kraftbier

Andre Loos hat sich oft mit erfahrenen Brauern ausgetauscht, was ihm sehr geholfen hat. Nach einigen Malen kriege man ein Gespür dafür, was funktioniert und was nicht.

Überblick über die Brauerei von Hope Kraftbier.
Loos musste seine Brauerei bereits vergrössern.

Im Bild rechts auf dem Tisch steht der Kochtankt. Da wird das Malz zum ersten Mal mit Wasser vermischt. Hier löst sich innert 90 Minuten der Malzzucker, der dem Bier die Bitterstoffe gibt.

Die Länge der Reifung hängt davon ab, welchen Geschmack man erreichen will.
In den grossen Kanister reift das Bier.

Nach dem Kochen muss das Bier gären. In diesen Tank wird die Mixtur nach dem Kochen heruntergekühlt und die Hefe dazugegeben. «Die Hefe beginnt den Malzzucker zu fressen und gibt dem Bier seinen besonderen Geschmack», sagt Andre.

Nach der Gärung beginnt die Reifung und die Hefe beginnt sich durch die Kälte abzusetzen.

Die Flaschen brauchen ein Etikett und laufen dazu durch diese Maschine.
Diese Maschine klebt das Etikett auf die Flaschen.
Nach der Reifung kommt das Bier in die Flaschen.
Hier wird das Bier in die Flaschen abgefüllt.

Die Maschinen sollen in meiner Brauerei die Menschen unterstützen; es soll eine Handwerkskunst bleiben.

Andre Loos, Hope Kraftbier
Nach drei bis sechs Monaten ist das Bier bereit zur Konsumation.

Der ganze Prozess dauert zwischen drei und sechs Monate, es kommt immer auf die Sorte an. Je länger die Biere reifen, desto weniger fruchtiger und aber dafür bitterer werden sie. Bei Grossbrauereien gehe das Ganze aber viel schneller.

2020 hat Andre 8’000 Liter Bier produziert und verkauft. Zwei Jahre zuvor waren es noch 3’000 Liter im Jahr. Geplant ist, die Produktion zu verdoppeln, um die Kapazität der Brauerei bestmöglich ausnutzen zu können.

Ich versuche so viel wie möglich selber zu schaffen und das Ganze soll so einfach bleiben, dass es ein Mensch betreiben kann.

Andre Loos, Hope Kraftbier

Hope Kraftbier hat zurzeit sechs Sorten im Angebot. Da ein Barbesuch momentan schwierig ist, können die Biere direkt vor Ort in der Brauerei, im eigenen Onlineshop oder bei URB DRNK gekauft werden.

(Bilder: S’MAGAZIN)

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