Einblicke in die erste Moschee Schaffhausens

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In Schaffhausen wird die erste Moschee des Kantons gebaut. Direkt neben der ABB entsteht die Gebetsstätte für die türkisch islamische Gemeinschaft.

Die AKSA Moschee in Schaffhausen nimmt langsam Form an. Das 12 Meter hohe Gebäude, direkt neben dem Firmengelände der ABB, soll im September 2021 fertiggestellt werden.

Die Moschee wird vollumfänglich durch Privatspenden finanziert. Ekrem Besir, Vorstandsmitglied des Türkisch Islamischer Vereins, betont, dass die meisten Spenden aus der Schweiz kommen, sie also nicht aus der Türkei unterstützt werden (siehe AZ-Artikel vom Oktober 2019). «Es gibt auch Spenden aus der Türkei, Österreich, Luxemburg etc. Diese machen aber einen sehr kleinen Anteil aus», so Besir.

Balkon mit Aussicht.

Im Erdgeschoss befinden sich Aufenthaltsräume. Die Menschen sollen hier auch ausserhalb der Gebetszeiten zusammenkommen, gemeinsam etwas essen oder trinken, sich unterhalten. Der Aufenthaltsbereich wird mit blau/weissen Platten ausgekleidet, die in der Türkei hergestellt werden. Auch die Lampen im Gebetsraum stammen aus der Türkei.

Zwei Ein- und Ausgänge

Eingänge in die Moschee hat es zwei. Den Haupteingang und einen separaten. Dieser ist für die Frauen. «Der zweite Eingang ist für die religiösen Frauen, die nicht den gleichen Eingang wie die Männer benutzen möchten, um in die Moschee zu gelangen», sagt Besir. Für diese Frauen gibt es auch ein extra Treppenhaus.

Die Frauen dürfen selbst entscheiden, welchen Eingang sie nehmen.

Ekrem Besir, Vorstandsmitglied Türkisch Islamischer Verein
Verschiedene Beleuchtungen werden ausprobiert.

Im ersten Stock befinden sich die Waschräume, in denen sich die Gläubigen vor dem Gebet waschen, Frauen und Männer getrennt.

Auf dieser Etage liegt auch die Wohnung des Imams, dem sogenannten Vorbeter. Dieser lebt dort und führt fünf Mal durch das tägliche Gebet. Er vertritt ausserdem den Islam im Kanton Schaffhausen. Der Imam wird von der Türkisch Islamischen Stiftung Schweiz zugewiesen und alle fünf Jahre ausgewechselt.

Unter der Kuppel entsteht der Gebetsraum.

Zuoberst unter der Kuppel entsteht der Gebetsraum. In diesem haben laut Besir zwischen 200 und 250 Gläubige Platz. Und auch wenn die Frauen und Männer den gleichen Eingang benutzen dürfen, beim Gebet werden sie ganz traditionell getrennt.

(Bilder: S’MAGAZIN)

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