Analog in Marokko

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Die Ausstellung ist vorbei, die Eindrücke bleiben: Andreas Kessler und Armin Sommer fotografierten Marokko mit zwei Zugängen.

Die Fotografen Andreas Kessler und Armin Sommer zeigen ihre unterschiedlichen Eindrücke von Marokko. Einmal schwarz/weiss, einmal farbig. Von der Perspektive eines Reisenden und die eines Arbeitenden.

Kennengelernt haben sich Sommer und Kessler bei einer Fotovernissage im Fass. Sommer präsentierte da seine Fotografien seiner Asien-Reise. Die Reise nach Marokko haben sie unabhängig voneinander angetreten. Kessler war 2013 (noch bevor er Sommer kennenlernte) während dem arabischen Frühling mit seinem Sohn dort, Sommer erst 2018.

Die Kunstform, die ich für meine Fotos wählte, ist das Reisetagebuch.

Andreas Kessler, Fotograf

Sommer wählte einen anderen Blickwinkel als der des Reisenden: Gemeinsam mit Jules Trümpler, der Dinge sammelt, die wir hier nicht mehr brauchen und diese nach Marokko bringt, besuchte er die Märkte Marokkos.

Die arabische Welt kann eine anstrengende sein, für jemand, der nicht weiss wie gehandelt wird.

Armin Sommer, Fotograf

Denn handeln ist ein Muss. Auch wenn der Preis schon tief ist.

Fotos von Armin Sommer, die während seiner Reise durch Marokko entstanden sind
Fotos von Armin Sommer

Dadurch lernte Sommer Land und Leute von einer total anderen Seite kennen, als Kessler doch beide brachten das Gleiche zurück in die Schweiz: Erinnerungen und Eindrücke, festgehalten auf Film.

Verbunden durch Analogfotografie

Kessler nahm Sommer unter seine Fittiche. Er zeigte ihm, wie man einen Film in der Dunkelkammer entwickelt und auf was man dabei achten muss.

Als ich Armin im Fass sah, spürte ich sofort, dass eine Seelenverwandtschaft da ist.

Andreas Kessler, Fotograf

Die beiden arbeiten in der Zeit vor der Ausstellung eng zusammen. Stundenlang. Tagelang. Es war unmöglich viel Arbeit. Ursprünglich waren zwei verschiedene Ausstellungen geplant, aufgrund von Corona legten sie es allerdings zusammen.

Mitten im Raum steht ein Tisch voller Kontaktfotografien. «Gerade weil die Formate so klein sind, siehst du sofort, welches Bild dich einsaugt – ein unverzichtbares Werkzeug für den fotografischen Prozess», sagt Sommer. Sprich: Man erkennt sofort, welche Fotos rausstechen und verliert sich nicht in Details.

Kontaktfotografien in der Ausstellung.

Die Fotografie ist für beide ein faszinierendes Medium. Sei es nun analog oder digital. Gerade aber weil der Computer bereits eine so grosse Rolle im Alltag spielt, schätzen es Sommer und Kessler, davon wegzukommen und die analoge Kamera in die Hand zu nehmen.

Mit einer analogen Kamera anfangen zu fotografieren ist das Beste zum Lernen.

Andreas Kessler, Fotograf

Die beiden Fotografen sind sich einig: Wenn sie im «Fotografenzustand» sind, sind wie in einem anderen Space. Dann ist es völlig egal, wo du bist, es ist wie ein meditativer Zustand.

(Bilder: S’MAGAZIN)

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