Hackbällchen aus Afghanistan

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Bei der essKüche, ein Projekt der SAH, arbeitet Weeda Mehri. Gemeinsam mit der Lernenden Semhar Semon kocht sie das afghanische Gericht «Kafta e challow».

Weeda Mehri steht seit zwei Stunden in der Küche. Auf dem Menü steht «Kafta e challow», einmal vegan, einmal mit Rind. Dieses traditionelle afghanische Gericht sind Hackbällchen an einer Kichererbsensauce, serviert mit Reis. Weeda arbeitet seit vier Jahren für essKultur, ein Integrationsprojekt des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH Schaffhausen. Sie ist eine von rund acht Köch:innen und die Stv. Leitung der essKultur.

Weeda Mehri bereitet die Sojahackbällchen vor.

Unterstützt wird Weeda von der Lernenden Semhar Semon. Die zweifache Mutter aus Eritrea absolviert bei der essKultur eine Lehre als Küchenangestellte.

Weil meine Mutter immer arbeitete, habe ich mit 9 Jahren angefangen zu kochen.

Semhar Semon, Lernende Küchenangestellte essKultur
Semhar Semon ist zuständig für den Salat.

Semhar arbeitete bereits in Eritrea und danach noch im Sudan einige Jahre im Service. «Durch die Ausbildung bei der essKultur verstehe ich die Regeln in der Schweiz.»

«Es macht mir viel Spass, hier zu arbeiten.»

Semhar Semon, Lernende Küchenangestelle EssKultur

Durch den Kontakt mit den anderen Köch:innen und den Kund:innen lernt Semhar besser Deutsch zu sprechen.

Semhar Semon röstet Kerne für den Salat.

Mutter und YouTube als Lehrerinnen

«In Afghanistan habe ich eine grosse Familie. Meine Mutter hat mir nicht nur beigebracht afghanisch zu kochen, sondern auch iranisch und pakistanisch», erzählt Weeda. Aber auch von YouTube hat sie viel gelernt.

In der afghanischen Küche sind Gewürze wie Kreuzkümmel und Kardamom essentiell. Ein typisches Gericht ist Kabulipalau. Dieses besteht aus Reis, Karotten, Rosinen, Mandeln und Fleisch.

Die Rosinen geben einen süssen Geschmack und machen das Gericht weniger schwer.

Weeda Mehri, Köchin und Stv. Leitung essKultur
Semhar Semon (links) und Weeda Mehri (rechts) bereiten das Mittagessen vor.

Rösti und Karamelköpfli

«In der Schweiz esse ich gerne Rösti, Kartoffelcremesuppe und zum Dessert Caramelköpfli», sagt Semhar. Auch Salat mag sie.

Eritreische Gerichte sind schwer zu machen, ich habe sie aber sehr gerne.

Semhar Semon, Lernende Küchenangestellte essKultur

Als Lernende Küchenangestellte lernt Semhar noch sehr viele Spezialitäten von vielen verschiedenen Ländern zu kochen.

Auch wenn Weedas und Semahrs Rezepte grundverschieden sind, gemeinsam haben sie, dass die Tradition des Kochens zu Hause bei der Familie beginnt.

(Bilder: S’MAGAZIN)

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